Archive for Juli, 2009

Nur zum Lachen

Freitag, Juli 17th, 2009

Seit gestern ist in Montréal das Festival Juste pur Rire, also wörtlich übersetzt „Nur zum Lachen“. Ein Comedy-Festival, falls ihr euch das noch nicht denken konntet, dessen Webseite die geniale URL hahaha.com hat. Es gibt einige Shows mit mehr oder weniger bekannten Comedians, die fangen allerdings erst am 22. an. Genau, das ist der Tag, an dem ich heimfliege. Bis dahin ist aber schon das Festivalgelände eröffnet, wo Musiker und Straßenkünstler ihr Können zum Besten geben. Und genau da habe ich meinen Freitagabend verbracht (zum Glück mit Regenschirm – ich traue dem Montréaler Wetter keinen Zentimeter weit). Ich kann nur jedem empfehlen, der zur richtigen Zeit in Montréal ist, mal einen Abend dort hin zu gehen und herzlich zu lachen.

Halbzeit und Abschied

Mittwoch, Juli 15th, 2009

Nun bin ich schon eine Woche und einen Tag in Kanada, und es hat mir sehr gut gefallen. Vorgestern habe ich nicht viel gemacht, außer Arbeiten und abends noch in das indische Restaurant um die Ecke zu gehen. Das Essen im Mirchi war sehr lecker, der Preis war auch OK, und ich habe mich schon länger nicht mehr so vollgefressen satt gefühlt. Und auch gestern war hauptsächlich arbeiten angesagt. Das Wetter war am Anfang der Woche auch wieder schlechter geworden. Vorgestern sind wir schon beim Spazierengehen in der Mittagspause nass geworden, uns gestern hat es immer wieder geregnet. Heute ist dafür wieder strahlender Sonnenschein und nur ein paar Wolken am Himmel.

Heute war nun der letzte Arbeitstag des Kollegen, der uns verlässt und dessen Themen ich übernehmen durfte (weshalb ich ja eigentlich in Montréal bin). Er wollte zwar partout nichts von uns als Abschiedsgeschenk bekommen, aber wir haben ihm dennoch einen Baseballschläger geschenkt, signiert von allen Teammitgliedern und Frunden im Kollegenkreis (kleiner Insider…). Dann sind wir Mittags gemeinsam in ein asiatisches Restaurant (AsiaTech) zum Mittagessen gegangen. Große Portionen zum kleinen Preis, und sehr lecker. Und abends waren wir dann noch im Pub Victoria, um den Abschied endgültig zu begießen. Ein schöner Abend, aber sehr schade, dass uns der Kollege nun verlassen hat. Wir werden ihn vermissen.

These shoes ain’t made for walking…

Sonntag, Juli 12th, 2009

Das Fazit kann ich, zumindest bezüglich meiner Schuhe, nach diesem Wochenende ziehen. Nachdem ich gestern ja schon einen Teil der Stadt gesehen habe hat mir heute ein Kollege eine kurze Stadtführung mit dem Auto gegeben (nochmal vielen Dank, Olli). Einfach mal ein wenig durch die verschiedenen Stadtviertel fahren (vorbei an Dutzenden von Kirchen). Dabei sieht man deutlich die verschiedenen Gesichter Montréals, von alten Villen über Arbeiterhäuser der Industriezeit und Appartmentblocks bis hin zu modernen Hochhäusern. Oft alles wild durchmischt.

Nachdem ich wieder beim Hotel abgesetzt wurde habe ich mich dann auf zum Parc Jean Drapeau gemacht. Der befindet sich auf den Inseln Île St-Helene und Île Notre-Dame mitten St. Lorenz-Strom, auf denen die Weltausstellung/Expo 1967 stattfand. Dafür hat man die Inseln extra vergrößert, mit dem Abraum der beim Bau der neuen U-Bahn-Linie dorthin anfiel. Heute ist der Parc Jean-Drapeau ein Naherholungsgebiet. Von der Expo sind, außer den Inseln, nur ein paar Paviliions übrig geblieben. Im Pavillion der USA, einer gigantischen Stahlgerüstkugel, ist heute das Umweltschutzmuseum Bioshpère untergebracht, im französischen Pavillion das Kasino. Außerdem gibt es noch einen Vergnügungspark und ein Schwimmbad, und im Becken der ehemaligen Ruderstrecke wird auch geschwommen (1976 fanden in Montréal die olympischen Sommerspiele statt). So, genug Webung gemacht, schließlich werde ich dafür (leider) nicht bezahlt.
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Bilder

Sonntag, Juli 12th, 2009

Die Bilder sind da!

Nass

Samstag, Juli 11th, 2009

Das gute Wetter konnte ja nicht lange anhalten. Heute war es dann schon wieder schlechter. Der Wetterbericht hatte wolkig und 23 °C vorausgesagt – zumindest die Temperatur stimmte so halbwegs. Aber fangen wir am Anfang an. Nach dem Frühstück legte ich mir meinen Tagesplan zurecht: Ich wollte zunächst den Mont Royal ersteigen,der Hausberg und Namensgeber von Montréal, und anschließen ein wenig das Plateau de Montreal entlangschlendern. Dann traf ich zwei folgenschwere Entscheidungen, die ich später bereuen sollte: „Stadtplan brauche ich nicht, das finde ich schon“ und „Das Wetter hält, ich nehme keinen Schirm mit“.
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Besuch im Hafen

Freitag, Juli 10th, 2009

Heute ist also Freitag, das Ende meiner ersten Arbeitswoche in Montréal. Das Wetter wird von Tag zu Tag besser, für heute sind 28 °C vorhergesagt. Nicht schlecht, oder? Nach dem Mittagessen (das entgegen der Unkerei meiner Kollegen gar nicht mal so schlecht ist, Kantinenessen halt) waren wir, also ich und ein paar Kollegen, am alten Kanal und haben Pétanque gespielt. Das hat riesigen Spaß gemacht, nicht nur, weil unser Team 13 zu 4 gewonnen hat. Wenn ich wieder in Deutschland bin muss ich mir auch mal so ein Spiel besorgen und meine Freunde nerven *grins*.
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Die Verwandlung

Donnerstag, Juli 9th, 2009

Nein, keine Angst, ich bin noch der alte. Aber seitdem sich das Wetter heute deutlich gebessert hat ist Montréal wie verwandelt. Die Wolken haben sich verzogen, die Sonne scheint, heruntergekommene Seitenstraßen werden zu romantischen Altbauten im postindustriellen Stil, und die ehemals grauen Wände glänzen golden unter dem Schein der Sonne… Äh, ja …

Es ist schon verblüffend, welchen Unterschied das bessere Wetter macht. Gerade den älteren Bauwerken tut das Sonnenlicht offenbar gut, denn sie sehen wirklich deutlich schöner aus als das noch gestern der Fall war. Heute habe ich nach der Arbeit nochmal das Jazz-Festival besucht, und auch das erste Mal meine Kamera in Montréal ausgeführt. Zum Hochladen der Bilder bin ich noch nicht gekommen, aber das mache ich auch bald noch.

(Zum Glück) kein Jetlag

Mittwoch, Juli 8th, 2009

Immer noch ist hier alles grau in grau, das schlechte Wetter aus Deutschland ist wohl mitgereist. Heute war erstmal arbeiten angesagt. Wie der Titel schon leicht andeutet habe ich die Reise gut verkraftet und leide nicht unter dem berüchtigten Jetlag. Das kommt dann bestimmt in der Gegenrichtung. Also konnte ich das Frühstück im Hotel (Joghurt, Käse, Früchte, Käse, Eier, Käse, Marmelade und Käse, dazu Croissants mit und ohne Schokofüllung und verschiedene Brotsorten, sogar Vollkornbrot!) genießen, dazu die Zeitung lesen, und es immerhin als zweiter ins Büro schaffen. Meine Kollegin taucht aber schon um fünf Uhr auf, das versuche ich erst gar nicht zu toppen.

Abends habe ich dann noch kurz das Jazz-Festival unsicher gemacht. In Montréal findet nämlich gerade das Festival International de Jazz de Montréal statt. Da gibt’s sowohl Konzerte als auch jede Menge Auftritte von mehr oder weniger bekannten Künstlern auf mehreren Bühnen. Ich hatte den Schirm mitgenommen, den ich im Schrank im Hotel gefunden habe (toller Service, finde ich), also hat es selbstverständlich nicht geregnet. Jazz ist jetzt nicht gerade mein Musikstil, aber die Atmosphäre ist trotzdem toll. Lange hat es mich allerdings nicht gehalten, der Flug steckt mir wohl doch noch in den Knochen, und so war ich dann relativ früh schon wieder im Bett.

Der 30-Stunden-Tag

Dienstag, Juli 7th, 2009

Ja, 24 Stunden Normal-Tag + 6 Stunden Zeitverschiebung macht satte 30 Stunden für mich heute. Zum Glück musste ich nicht die ganze Zeit wachbleiben… Heute morgen um 5 Uhr MESZ ging’s los mit aufstehen, frühstücken, die letzten Sachen packen und etwas zu spät zum Flughafenshuttle kommen. Das wird von einem externen Unternehmer gemacht und war, da ich ja alleine unterwegs bin, ein E-Klasse Mercedes. Auch nicht schlecht, muss ich sagen, aber auf die Dauer kein Auto für mich. Mercedes hat bei mir immer noch das „Über-50-Familienvater“-Image, und bis dahin ist es für mich noch ein weiter Weg.
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Unverhofft kommt oft

Donnerstag, Juli 2nd, 2009

Oder auch nicht. Auf jeden Fall habe ich heute erfahren, dass ich nach Kanada fliegen werde. Nächste Woche. Und zwar nicht als Urlaub, sondern als Geschäftsreise, trotz aller Ausgaben- und Reisebeschränkungen bei uns in der Firma. Und warum? Ein Kollege von mir, der in Kanada arbeitet, hat gekündigt, und ich darf jetzt rüber um seine Themen von ihm zu übernehmen.

Ich bin ehrlich gesagt noch ein wenig baff, aber ich freue mich trotzdem schon. Der kanadische Teil unseres Teams sitzt in Montréal, und das ist durchaus ein lohnendes Reiseziel. Naja, und wie das halt so ist habe ich schon den Flug gebucht. Morgen kommt dann noch das Hotel und das Shuttle zum Flughafen dazu, und dann kann’s quasi losgehen. Wie schon im Titel gesagt, unverhofft …